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kein Umgang, kein Umgangsrecht

kein Umgangsrecht/ Umgang

Grundsätzlich sind zwei Probleme bei der Verhinderung des Umgangs vorstellbar:

  1. ein Elternteil will Umgang und bekommt ihn nicht
  2. ein Elternteil kann keinen Umgang gewähren, da es schwerwiegende Gründe gegen Umgang des anderen Elternteils gibt.

(1) ein Elternteil will Umgang und bekommt ihn nicht:

Sollten Sie keinen Umgang bekommen, müssen Sie sich an das Gericht wenden und versuchen, unter Zuhilfenahme aller Möglichkeiten den Umgang durchzusetzen.

Sie sollten auf die Aufnahmen einer Klausel in die Umgangsvereinbarung bzw. in ein Grichtsurteil (hier Beschluss genannt) bezüglich eines Ordnungsgeldes bestehen. Eine solche Klausel führt dazu, dass - sollte der Umgang ohne ausreichende Begründung ausfallen - automatische die Zahlung eines Strafbetrags durch die Gegenseite fällig wird. Dies schafft natürlich einen großen Anreiz, den Umgang durchzuführen.

Weiterhin sollten Sie darauf bestehen, dass eine Regelung für den Ausfall wegen Krankheit mit in den Beschluss oder Vergleich einfließt. Das bedeutet, sollte der Umgang wegen Krankheit ausfallen, wird er am Termin XY nachgeholt.

Ebenso sollten Sie darauf achten, wie Ihnen die Verschiebung von Terminen mitgeteilt wird. Sie sollten festlegen lassen, dass dies schriftlich in einem bestimmten Zeitraum zu erfolgen hat.

Sollte sich an das Urteil immer noch nicht gehalten werden und die Mutter den Umgang weiterhin verweigern, besteht noch die Möglichkeit, einen Umgangspfleger einzusetzen. Ein Umgangspfleger nimmt dem sorgeberechtigten Elternteil zum Zeitpunkt des Umganges die elterliche Sorge ab und kann damit selbst bestimmen, wo sich das Kind aufhält. Damit kann das Kind dann Kontakt zu seinem anderen Elternteil bekommen.
Dies sollte aber die letzte zu nutzende Möglichkeit darstellen. Es ist leicht vorstellbar, welchen Eindruck es auf ein Kind macht, wenn das eine Elternteil es mit Hilfe von mehreren Personen, unter Umständen auch Polizei, aus seiner Wohnung holt. Diesbezüglich möge man sich als Elternteil befleißigen, dass es nicht so weit kommen muss.

Sollte Ihnen gegenüber geäußert werden, "Ich will nicht mehr zum Umgang zu dir.", dann sollten Sie auf einem Gespräch mit dem Kind bestehen und es zu den Gründen fragen. Äußert auch das Kind Ihnen gegenüber, dass es nicht mehr "zum Papa/ zur Mama" will, kann die Ursache auch eine Fremdbeeinflussung sein. Von der Gegenseite wird dieses Argument leider immer wieder für einen Umgangsabbruch verwendet. Dies sollten Sie überprüfen lassen. Es könnte sich dabei auch um Parental-Alienation-Syondrom (PAS) handeln.

Bitte zögern Sie nicht! Hilfe - besonders wenn Sie frühzeitig in Anspruch genommen wird - kann schnell und unkompliziert Probleme erkennen, Lösungswege erarbeiten und damit Streit vermeiden. Gerade bei Fragen des Umgangsrechts ist es sehr schwer, selber vollkommen ruhig zu bleiben um kühl und überlegt zu handeln. Eher ist die Problematik hoch emotional, was es umso schwerer macht, selbständig gute und somit langfristig tragfähige Konzepte zu entwickeln - selbst wenn Sie selber über das nötige juristische Wissen verfügen. [ ]

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