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Umgangsrecht - Verfahrensrecht - Kindschaftssachen, Umgangsrecht 2008 - Neues Umgangsrecht - Verfahrensbeschleunigung

Neues Umgangsrecht - Änderungen an umgangsrechtlichen Bestimmungen

Wir gehen im Folgenden ein auf:

  1. Verfahrensrecht in Kindschaftssachen - Änderungen Umgangsrecht 2009
  2. Verfahrensbeschleunigung

(2) Verfahrensbeschleunigung:

Seit dem 12. Juli 2008 sind Umgangsverfahren, Herausgabeverfahren Aufenthaltsverfahren und Verfahren wegen Gefährdung des Kindeswohl vorrangig und beschleunigt durchzuführen (§ 155 Abs. 1 FamFG []).

Der erste Verhandlungstermin sollte innerhalb eines Monats nach Beginn des Verfahrens stattfinden. Eine Verlegung des Termins soll nur aus zwingenden Gründen erfolgen. Der Gesetzgeber will damit erreichen, dass die oben genannten Verfahren beschleunigt durchgeführt werden. Damit soll schnell eine möglichst tragfähige Einigung mit den Parteien erreicht werden und versucht werden, beginnende langwierige Streitverfahren im Ansatz zu lösen.

Der Termin in den oben genannten Angelegenheiten geht auch allen anderen Terminen vor. Eine Verlegung ist nur aufgrund von zwingenden Gründen möglich. Die Termine sollten möglichst vorher mit allen Beteiligten, auch den Anwälten, abgestimmt werden. Sollte es zu einer Terminkollision kommen, ist dies zugunsten der Kindschaftssache zu lösen.

Dabei ist das Gericht angehalten, das Jugendamt zu laden. Weiterhin sollen alle Beteiligten bei diesem Termin erscheinen und mit dem Gericht das Verfahren erläutern.

Ebenso soll das Gericht klären, wie der Umgang während des Verfahrens stattfinden kann und gegebenenfalls eine einstweilige Anordnung über den Umgang treffen.

Weiterhin kann die Bestellung eines Verfahrenspflegers schon vor dem ersten Termin erfolgen, wenn dies die Kindesinteressen erfordern. Die Bestellung ist in der Regel erforderlich, wenn die Interessen des Kindes zu denen seines gesetzlichen Vertreters in erheblichen Gegensatz stehen, wenn eine Entziehung der Personensorge erfolgen soll, wenn eine Trennung des Kindes von der Person erfolgen soll, in deren Obhut sich das Kind befindet, wenn die Herausgabe eines Kindes oder der Ausschluss oder eine grobe Beeinträchtigung des Umgangs in Betracht kommt.

Diese gesetzliche Erneuerung führt auf jeden Fall zu eine schnelleren Terminierung und damit zu einer Verschlankung des Verfahrens.

Bitte zögern Sie nicht! Hilfe - besonders wenn Sie frühzeitig in Anspruch genommen wird - kann schnell und unkompliziert Probleme erkennen, Lösungswege erarbeiten und damit Streit vermeiden. Gerade bei Fragen des Umgangsrechts ist es sehr schwer, selber vollkommen ruhig zu bleiben um kühl und überlegt zu handeln. Eher ist die Problematik hoch emotional, was es umso schwerer macht, selbständig gute und somit langfristig tragfähige Konzepte zu entwickeln - selbst wenn Sie selber über das nötige juristische Wissen verfügen. [ ]

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