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Umgangsrecht Fahrtkosten

Umgangsrecht Fahrtkosten

Die Wahrnehmung der Umgangsrechte bringt es mit sich, dass Fahrtkosten entstehen. Wohnen Sie und das Kind in der selben Ortschaft, sind diese Kosten überschaubar. Befindet sich Ihr Wohnsitz aber in einer anderen Stadt und liegen zwischen Ihnen und dem Wohnsitz des Kindes große Distanzen, kommt es hier zur Entstehung von unter Umständen erheblichen Kosten. Diese Kosten sind aber auf jeden Fall vom Umgangsberechtigten aufzubringen.

Eine schwierige Situation tritt ein, sollte die allein sorgeberechtigte Mutter verziehen. Käme es zu einem solchen Umzug, müsste der Vater, der den Kontakt mit seinem Kind aufrechterhalten will, weite Wege und damit hohe Aufwendungen für unter anderem Fahrten, Verpflegung, Übernachtung, ggf. auch für Flüge und Mietwagen in Kauf nehmen. Da er ohne Sorgerecht für sein Kind auch kein Mitbestimmungsrecht über den Aufenthalt hat, ist es ihm nicht möglich, einen solchen Wegzug direkt zu verhindern.

Leider gibt es in Deutschland keine gesetzlich Möglichkeit, einen Verzug des Sorgeberechtigten vom Umgangsberechtigten mit der praktischen Folge des Unmöglichmachens des Umgangs zu unterbinden. In diesem Punkt haben andere europäische Länder modernere Gesetze. Beispielsweise ist in Frankreich der Umgangsgewährende beim Wegzug vom Wohnort hälftig an den Fahrtkosten des andern umgangsberechtigten Elternteils zu beteiligen.

Weiterhin sind diese Fahrtkosten nur eingeschränkt gegen den Unterhalt anrechenbar. Auch sind sie nicht generell steuerlich absetzbar.

Hinsichtlich der steuerlichen Absetzbarkeit können aktuell keine allgemeingültigen Aussagen getroffen werden. Erfahrungsgemäß hängt die Absetzbarkeit sehr von der Gesetzesauslegung ihrer Steuerbehörde ab. Daher empfehlen wir ihnen auf alle Fälle den Versuch, die Fahrtkosten zur Wahrung des Umgangs als außergewöhnliche finanzielle Belastungen steuerlich geltend zu machen. Dabei ist es für Ihren persönlichen Fall erst einmal unbedeutend, wie die aktuelle Rechtssprechung zu diesem Thema ist. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass hier immer wieder Änderungen eingetreten sind. Daher sollten sie zur Wahrung Ihrer Ansprüche unbedingt diese Kosten bei Ihrer Steuererklärung mit angeben.

Bitte zögern Sie nicht! Hilfe - besonders wenn Sie frühzeitig in Anspruch genommen wird - kann schnell und unkompliziert Probleme erkennen, Lösungswege erarbeiten und damit Streit vermeiden. Gerade bei Fragen des Umgangsrechts ist es sehr schwer, selber vollkommen ruhig zu bleiben um kühl und überlegt zu handeln. Eher ist die Problematik hoch emotional, was es umso schwerer macht, selbständig gute und somit langfristig tragfähige Konzepte zu entwickeln - selbst wenn Sie selber über das nötige juristische Wissen verfügen. [ ]

Achtung Kosten - Scheidung überdenken?

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