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Umgang verhindern; Umgangsrecht verhindern

Umgangsrecht: Umgang verhindern

Grundsätzlich sind zwei Probleme bei der Verhinderung des Umgangs vorstellbar:

  1. ein Elternteil will Umgang und bekommt ihn nicht
  2. ein Elternteil kann keinen Umgang gewähren, da es schwerwiegende Gründe gegen Umgang des anderen Elternteils gibt.

(2) ein Elternteil kann keinen Umgang gewähren, da es schwerwiegende Gründe gegen Umgang des anderen Elternteils gibt:

Das Umgangsrecht mit Eltern ist fast unbegrenzt zu gewähren. Ein Ausschluss des Umgangs kann nur mit Kindeswohlgefährdung oder der Verletzung der elterlichen Sorge für das Kind begründet werden. Eine Verletzung der elterlichen Sorge liegt vor, wenn eine Vernachlässigung des Kindes, eine Alkoholabhängigkeit eines Elternteiles, sexueller Missbrauch des Kindes oder zunehmende Verwahrlosung besteht. Aus der Aufzählung wird ersichtlich, dass ein Umgangsausschluss nur in extremen Ausnahmefällen notwendig und damit möglich ist.

Weiterhin ist darauf hinzuweisen, dass die Eltern nach § 1684 Abs. 2 BGB [] alles zu unterlassen haben, was das Verhältnis zum anderen Elternteil beeinträchtigt oder die Erziehung erschwert. Die Eltern haben nach dieser Klausel sich loyal zum anderen Elternteil zu verhalten. Dies wird meist bei komplizierten Elternverhältnissen auch in das Urteil oder den Vergleich aufgenommen.

Eine immer wieder vorgefundene Situation ist, dass das Kind äußert, es wolle mit dem anderen Elternteil keinen Umgang oder, dass das Kind vom Umgang zum anderen Elternteil nicht zurück will.

Grundsätzlich wird der Wille des Kindes immer ernst genommen und das Kind wird auch sehr früh schon vom Gericht gehört. Aber erst ungefähr mit 11 Jahren wird die Meinung des Kindes beachtet und ggf. auch befolgt.

Für dieses Alter nimmt die Rechtsprechung an, dass das Kind über die Reife verfügt und auch Einsicht in die Situation hat, dass es versteht was es äußert und damit sein Wille auch umgesetzt wird. Natürlich muss der Wille des Kindes auf einer nachvollziehbaren Argumentation beruhen. Das Kind muss klar in eigenen Worten ausdrücken können, dass es sich den Folgen seiner Gedanken und Wünsche bewusst ist und es diese Folgen auch ausdrücklich will.

Sollte das Kind das Alter noch nicht erreicht haben, wird es zwar angehört, aber sein Wille wird nicht zwingend umgesetzt. Gleichwohl sollten Sie als verantwortungsbewusstes Elternteil darauf achten, dass das Kind trotz allem vom Gericht gehört wird. Versuchen Sie mit allen Beteiligten eine für das Kind annehmbare Lösung zu finden.

Bitte zögern Sie nicht! Hilfe - besonders wenn Sie frühzeitig in Anspruch genommen wird - kann schnell und unkompliziert Probleme erkennen, Lösungswege erarbeiten und damit Streit vermeiden. Gerade bei Fragen des Umgangsrechts ist es sehr schwer, selber vollkommen ruhig zu bleiben um kühl und überlegt zu handeln. Eher ist die Problematik hoch emotional, was es umso schwerer macht, selbständig gute und somit langfristig tragfähige Konzepte zu entwickeln - selbst wenn Sie selber über das nötige juristische Wissen verfügen. [ ]

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