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Gerichtsurteil Umgangsrecht - Urteil Umgangsrecht - Beschluss Umgangsrecht

Gerichtsurteil (Beschluss) Umgangsrecht

Wir möchten hier auf 2 Punkte eingehen:

(1) Die Besonderheiten eines Urteils zum Umgangsrecht:

In einem Urteil, das in diesem besonderen Fall Beschluss heißt, legt das Gericht den Umgang mit dem Elternteil fest. Dabei trifft es möglichst vollstreckbare Klauseln um zu gewährleisten, dass der Umgang immer von sich aus ermittelbar ist.
Auf klare und nachvollziehbare Klauseln können Sie während des Prozesses hinwirken, indem Sie versuchen, eine möglichst detaillierte Umgangsvereinbarung zu gestalten. Verwenden Sie Ihre Aufmerksamkeit auch schon im Vorfeld des Prozesses darauf und bereiten Sie sich gut vor. Insbesondere sollten Sie Ihren Urlaub, Ihre freien Tage und Ihre Arbeitszeit kennen und diese dem Richter mitteilen. Weiterhin denken Sie an Geburtstage der Großeltern, Halb- und Stiefgeschwister und sonstige Ehrentage.

Außerdem sollten Sie sich vorab darüber klar werden, was während und außerhalb von Ferien passiert. Es ist zum Beispiel denkbar, dass der Rhythmus des Umgangs jede ungerade Woche festgesetzt wird. Dies würde bedeuten, dass Feiertage und Ferien den Umgang nicht unterbrechen - was zur Folge hätte, dass, egal, ob Ferien oder Feiertagen sind oder nicht, der Rhythmus des Umgangs unverändert bleiben würde. Andererseits ist es aber auch denkbar, dass auf Ferien und Feiertage Rücksicht genommen wird, dazu also gesonderte Vereinbarungen getroffen werden, und nur außerhalb dieser Zeiten der normale Rhythmus des vereinbarten Umgangs zum tragen kommt.
Beide Varianten haben Vor- und Nachteile. Sie sollten sich aber bei der mündlichen Verhandlung klar sein, was Sie wollen und entsprechend darauf hinwirken.

Nachdem Sie ein Urteil erhalten haben, überprüfen sie es genau und möglich zeitnah.

Sollten sie mit dem Ausgang des Verfahrens nicht zufrieden sein, können sie ins Rechtsmittel gehen. Dieses ist aber an ein Frist gebunden - daher ist eine baldige Überprüfung des Urteils zu empfehlen, auch wenn es ihnen schwer fallen sollte.

Falls Sie Sich anwaltlich Vertreten lassen, vereinbaren sie unbedingt noch einen Termin beim Anwalt, der nach der schriftlichen Urteilsverkündung liegt, um erhaltenes Urteil und mögliches Erheben von Rechtsmittel zu besprechen.
Nach dem fruchtlosen Verstreichen der Frist zur Erhebung von Rechtsmitteln sind weitere rechtliche Schritte wesentlich schwer - daher ist die Frist unbedingt zu halten.

Bitte zögern Sie nicht! Hilfe - besonders wenn Sie frühzeitig in Anspruch genommen wird - kann schnell und unkompliziert Probleme erkennen, Lösungswege erarbeiten und damit Streit vermeiden. Gerade bei Fragen des Umgangsrechts ist es sehr schwer, selber vollkommen ruhig zu bleiben um kühl und überlegt zu handeln. Eher ist die Problematik hoch emotional, was es umso schwerer macht, selbständig gute und somit langfristig tragfähige Konzepte zu entwickeln - selbst wenn Sie selber über das nötige juristische Wissen verfügen. [ ]

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